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Düsseldorfer Autor Joachim Günther liest in der Gemeindebücherei

Von Piraten und Krokodilen

Von Daniela Dembert


Rödinghausen. "Was braucht denn ein Piratenkapitän so alles?" Einen Hut mit Totenkopf darauf, ein Holzbein, ein Schwert, einen Papagei - die künftigen Schulanfänger sind um Antworten nicht verlegen und geizen nicht mit den Vokabeln. Joachim Günther kommt mit dem Zeichnen kaum hinterher. Der Düsseldorfer Autor war mit seiner Leseshow "Die Omi und das Krokodil" zu Gast in der Gemeindebücherei.

In zwei Veranstaltungen hat der Düsseldorfer etwa 80 Kindern, die sich in den fünf Rödinghauser Kindertagesstätten im letzten Jahr befinden, Geschichten erzählt. Mit der Lesebrille auf der Nase über ein Buch gebeugt sitzt der Schreiber und Illustrator dabei keineswegs. Frei erzählend nutzt Günther gleich mehrere Kanäle, um seine Hörer zu fesseln und zu unterhalten. Während  er die Geschichte erzählt, malt er die Hauptfiguren auf eine Staffelei. "Welche Farbe hat den ein Krokodil?" Die Kinder wissen es und das Tier wird entsprechend koloriert.

Musikalische Einlagen bringen Schwung

Kleine musikalische Einlagen und Accessoires wie Megafon und Hupe bringen zusätzlich Schwung ins Geschehen. "Ich selber finde die Interaktion mit den Kindern viel spannender als einfach nur vorzulesen", sagt Joachim Günther. Schreiben und Illustrieren gehören für den Autor zusammen. Diese Verbindung zwischen dem Geschriebenen und einem entsprechenden Bild möchte er auf-zeigen und hofft: "Vielleicht bekommen die Kinder ja auch Lust aufs Malen."

Das Krokodil Ferdinand lebt glücklich und zufrieden bei Oma im Planschbecken unter den zwei Palmen, die die alte Dame für es besorgt hat. Ungemütlich wird für Ferdinand die Lage als er Zahnschmerzen bekommt, Oma davon aber nichts erzählen will. Als er ihr doch sein Leid klagt, weiß Oma, was zu tun ist.

Nicht minder lustig die Geschichte vom Jeanskönig, der nichts lieber trägt, als das robuste Beinkleid in Indigo - bis es ihm eine Hexe auf hinterhältige Weise madig macht.

Grundstein für Freude am Umgang mit Sprache legen

Bei der Autorenbegegnung geht es um die frühkindliche Leseförderung, für die sich die Gemeindebücherei stark macht. Die Kinder sollen erfahren, wie viele interessante Geschichten sich in Büchern verbergen und mit Selbstverständlichkeit eine Bücherei besuchen. Ziel des Projekts, das aus Mitteln der Kitas, des Fördervereins der Gemeindebücherei und des Friedrich-Bödecker-Kreises finanziert wird, ist es, den Grundstein für Freude am Umgang mit Sprache und Literatur zu legen und damit allen Kindern den Weg zur gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe zu eröffnen.

Büchereileiterin Andrea Mewitz hat sich über Joachim Günthers Leseshow informiert und den Kontakt zum Autor hergestellt.

"Mir war es wichtig, einen Mann einzuladen. Die Kinder sind von Erzieherinnen umgeben, die  ihnen vorlesen. In der Leseförderung werden mehr männliche Vorbilder gebraucht", meint Mewitz.

Joachim Günthers Leseshow entlockte den Kindern viele eigene Ideen.

Westfalen Blatt

 

Gerolzhofen

Wie der Schnellzeichner Oskar aus "Dalli-Dalli"

 Joachim Günthers "Leseshow" kam an

Eine Lesung der ganz besonderen Art bot Joachim Günther aus Düsseldorf seinen jungen Besuchern in der Stadtbücherei.

Der Autor zahlreicher Kinderbücher beschränkte sich in seiner "Leseshow" nicht auf das bloße Vorlesen. Vielmehr ergänzte er seine Vorstellung durch gleichzeitiges Zeichnen der jeweiligen Hauptpersonen aus der Geschichte, wobei er die Kinder gekonnt in das Geschehen einbezog.

So entstand eine amüsante Mischung aus dem Schnellzeichner "Oskar" aus "Dalli-Dalli" und den "Montagsmalern", weil Joachim Günther seine Geschichten an den spannendsten Stellen unterbrach, zum Malen ansetzte und die Kinder eifrig raten ließ, welche Figur hier wohl entstehen sollte.

Die begeisterten Zuschauer amüsierten sich prächtig und sparten nicht mit fantasievollen Vorschlägen und Ideen.

In den vergnüglichen Geschichten ging es um so merkwürdige Gestalten wie die vergessliche Hexe Gerti Gifthorn, die ihren Ehemann Egon durch Zaubersprüche versehentlich immer wieder vervielfältigt und zu guter Letzt in Gartenzwerge verwandelt.  

Das Schwein Rocky erlebt in der nächsten Geschichte eine abenteuerliche Reise, auf des zum heiß ersehnten Rockstar wird, den Metzger überlistet und die große Liebe findet. 

Ein König mit verhexten Jeans und Tante Käthes Erlebnisse mit ihrem Lieblingsessen sorgten an diesem Nachmittag ebenfalls für zahlreiche Lacher und fröhliche Stimmung in der Bücherei.

Mainpost   


 

Joachim Günther mit schrägen Geschichten und schrillen Bildern.

 Lustige Show statt langweiliger Lesung

Siegburg. Beladen mit Kisten, Lautsprechern, Flipchart, Stiften, Kreide, Mikrofon und lustigen Geschichten im Gepäck besuchte der Düsseldorfer Kinderbuchautor die Siegburger Bibliothek und eröffnete damit die diesjährige Leseförderung.

Das machte Laune. Drei Grundschulklassen lauschten jeweils eine Stunde den fantasievollen, schrägen Geschichten vom Monster im Büdchen, vom König mit den verhexten Hosen oder von Tante Käthes Verwandlungen.

Lustige Leseshow, statt langweiliger Lesung: Der Autor zeichnet nebenbei schrille Bilder zu seinen Geschichten. Eine Monsterprinzessin musste geküsst werden - zum Glück nur ihr Bild - und als mit dieser Aufgabe noch eine der begleitenden Lehrerinnen beauftragt wurde, war das Vergnügen unter den Schülern groß.

Das Beste: Die vom Schriftsteller gezeichneten "Kunstwerke" durften die Pänz als Erinnerung an einen schönen Vormittag in der Stadtbibliothek mitnehmen. Gelungener Auftakt in der Reihe "Leseförderung".

siegburgaktuell